TagesGedanken |05.09.18 | Auf der Suche nach dem Ursprungsproblem

Chaos im Kopf, Chaos im Leben. Keine Ahnung wo die Reise hingeht. Gefühlt nichts zu tun, zumindest nichts, dass mich komplett ausfüllt, meinen Kopf fordert. Aktuell fordert mich vorwiegend mein Baby. Mit ihren 11 Monaten hat sie schon einen sehr starken Willen entdeckt, kann richtig zornig werden und liebt Action. Was soll ich sagen, sie kommt nach mir. Und ich kann mittlerweile meine Mutter so gut verstehen. Sie fehlt mir so.  Gerade erst hat sich der Todestag gejährt. 12 Jahre. Ich kann es kaum fassen. Die Zeit vergeht, heilt natürlich, doch fehlen tut immer was. Du fehlst. Der herzliche Teil der Familie. Mein Teil. Meine einzige Vertraute, die Person, von der ich immer wusste, dass sie mich liebt und hinter mir steht. Alles ist anders, DU warst meine Familie. Ich hab dir versprochen wir werden uns alle vertragen, tun wir auch, doch fremder kann man sich kaum sein. Darum hab ich beschlossen eine der beiden Verbidnungen zu kappen – verzeih mir wenn ich sage, dass hättest du an meiner Stelle tun sollen, wer weiß was dann heute wäre. Ich für meinen Teil habe aber genug davon, genug von seiner Art, seinen gesprochenen Fausthieben und dem ewigen Schweigen zu den wichtigen Dingen. Ich möchte nun meinen Frieden mit der ganzen Geschichte finden, aufhören mir immer wieder die gleichen Fragen zu stellen, aufhören, ein Leben zu leben, dass seinen Vorstellungen entspringt, nicht meinen. Erhoffe mir davon, meine Kinderseele Stück für Stück geheilt zu bekommen. Ohne böses Blut, einfach nur Ruhe. Ich denke damit können wir beide umgehen, fehlt im Grunde eigentlich nichts ausser dem unsichtbaren Teil, der der schwerer wiegt als alles andere.

Der Text vermag einem Außenstehenden jetzt etwas wirr erscheinen. Ohne Hintergrundinformation ist das hier vielleicht alles schwer zu verstehen. Mir jedoch zeigt es gerade, dass ich nun den letzten Schritt noch gehen muss, scheint mich dieses Thema am meisten zu beschäftigen… ich wollte drauf los schreiben, in der Hoffnung etwas Klarheit in meinen Kopf zu bekommen. Ich muss also anfangen, ein Schritt nach dem anderen. Erst dann scheint Platz zu sein, um den Rest zu ordnen.

Bis bald,

deine S♥

 

4 Kommentare zu „TagesGedanken |05.09.18 | Auf der Suche nach dem Ursprungsproblem

    1. Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Text zu lesen. Bitte entschuldige meine späte Antwort, ich wollte das längst getan haben. Allerdings habe ich mir überlegt wie ich die richtigen Worte wähle, was ich dir genau antworte. Ich glaube ich kann mir nicht mal annähernd vorstellen, was du und viele andere hier durchmachen musstet. Ich bin über einige gemeinsame Stichwörter auf deine Seite gelangt und war von deinen Texten fasziniert, berührt und es hat mich nicht mehr losgelassen.
      Bei meiner Stichwortsuche ging es hauptsächlich um Dinge wie Selbstwert, Hochsensibilität und die Kinderseele. Meine ist belastet durch einen narzisstischen Vater, jedoch bin ich von körperlicher Gewalt bis auf minimale Ausnahmen verschont geblieben. Missbrauch hat bei mir eher seelisch stattgefunden und auch dieses Thema ist neu für mich, so dass es mir schwer fällt das so zu schreiben, es fühlt sich an, als würde ich ein Problem größer machen als es ist. Deswegen hab ich mich auch so schwer getan mit einer Antwort an dich, da ich ja deine Texte gelesen habe und mir dadurch so bewusst ist, wie viel mehr deine Kinderseele aushalten musste. Ich fühle mich irgendwie schlecht dabei, dass mein Text bei dir den Gedanken an eine ähnliche Geschichte entstehen lässt. Ich hoffe das war jetzt nicht ein zu großes Durcheinander und du weißt was ich meine.
      Alles Liebe für Euch.

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      1. Auch seelische Narben tun sehr weh. Es gibt sogenante Bindungs oder Vernachlässigungs Traumata die dabei entstehen. Narzistische Eltern sind keine guten liebevollen Eltern, die Kinderseele leidet sehr. Hab da gerade neulich ein Video von Dami auf YouTube zu gesehen: https://youtu.be/l-1kc0ukPyw
        Ja, mag sein, dass es nicht mit unserem Leid vergleichbar ist, aber für dich war es scheinbar schlimm, wenn du selbst heute noch so schreibst und (so weit ich hier las) so deine Problemchen hast.
        Ich wünschte dir ganz viel Gutes und Liebe und die Heilung dieser Narben 💖

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