so war mein 2018… zumindest ein Teil davon 》Gedankenmacherei am 05.01.19

Wenn ich 2018 nochmal in Gedanken durchgehe, dann weiß ich schon jetzt, dass ich von diesem Jahr wohl vorwiegend negative Erinnerungen behalten werde. Nicht, dass das Jahr nur schlecht war. Aber wie ich schon des öfteren gelesen habe, bedarf es den Ausgleich von 3-4 positiven Erinnerungen (bei der genauen Zahl bin ich mir leider nicht mehr sicher, könnt ihr aber googeln), um eine negative Erinnerung quasi auszugleichen. Und ja, wie soll ich sagen, soooo viel spektakulär tolle Sachen sind einfach nicht passiert. Dafür aber viele Dinge, die mich emotional sehr gefordert haben. Ich habe Einschnitte in meinem Leben vorgenommen, die mir nicht leicht gefallen sind. Die Zeit bevor ich wichtige Entscheidungen getroffen habe, hat mich Kraft gekostet die ich zu der Zeit eigentlich nicht hatte. Das Elternsein war für mich in dieser Zeit schon anstrengend genug. Müdigkeit, Wäscheberge, Arzttermine und an manchen Tagen nicht mal Zeit zum duschen. Mir persönlich ist es schwer gefallen von meinem kreativen Vollzeitjob auf Vollzeitmama umzuschalten. So viel Neues und so wenig Ahnung. Keine Ahnung wann ich mich zum letzten Mal in meinem Leben so hilflos und aufgeschmissen gefühlt habe wie in diesem Jahr. Und das nicht nur einmal. Und wie sich dann doch irgendwann die Routine eingeschlichen hat und der Alltag wieder Regelmäßigkeiten bekommen hat. Mit der Geburt des ersten Kindes hat sich auch unsere Beziehung verändert. Es hat einige Monate gedauert, bis wir auch wieder als Paar näher zusammen gewachsen sind. Und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir den für uns passenden Weg finden. Aber wir arbeiten dran und ich habe das Gefühl, dass es allmählich tatsächlich besser wird. Wir triggern uns einfach oft Gegenseitig und dann schaltet jeder von uns in den Verteidigungsmodus. Und hier kommt es uns dann leider nicht zu Gute, dass wir uns so verdammt ähnlich sind. Aber letztendlich lieben wir uns und wissen, dass wir zusammen gehören. Da lohnt es sich auch solche Durststrecken durchzustehen. Und dann ist da ja noch unsere Räubertochter, die sich in 2018 vom fröhlichen, kaum schreienden Baby zum einem extrem lauten, wilden und wunderbaren Kleinkind entwickelt hat. Mit ihrem Geschrei schafft sie es ihre Eltern zu übertönen. Und schreien tut sie gern. Aus Spaß, aus Zorn, um auf sich aufmerksam zu machen oder einfach nur um Gespräche zwischen ihrem Vater und mir zu stören, bei denen sie einen Augenblick mal nicht Mittelpunkt des Geschehens ist. Ja was soll ich dazu sagen. Meine Tochter hält mir jeden Tag aufs Neue einen Spiegel vor die Nase. Und zwar einen mit extra viel Vergrößerung. Ihr ganzes Verhalten gleicht schon jetzt in so vielen Momenten meiner Art und Weise. Sie ist ein kleiner Draufgänger, kennt keine Angst (außer vor Männern). Sie ist so laut, dass mir teilweise die Ohren klingeln, Geduld ist ein Fremdwort und wenn sie zornig wird, dann wird schon jetzt kräftig ausgeteilt. Auf der anderen Seite ist sie der Sonnenschein schlecht hin. Seit sie es bewusst steuern kann, ist dieses Kind so oft am lachen und am strahlen, dass auch nur ein kurzer Blick in ihr zuckersüßes Gesicht meine Laune schlagartig nach oben schießen lässt. Die Räubertochter schmust für ihr Leben gerne, auch wenn es manchmal sehr schmerzhaft werden kann. Gedrückt werden alle Menschen die sie gern hat. Kleine Kinder bevorzugt, denen macht das aber meistens eher Angst. Wenn dann aber jemand nicht so will wie sie, dann kann es halt auch mal rumsen. Beißen tut sie bisher nur mich. Ein ziemlich mieses Alleinstellungsmerkmal. Wobei wenn ich es mir recht überlege, bin ich ja froh, dass sie das nur bei mir macht bzw. wenn sie es versucht. Ich kenne die Situationen in denen dieses Verhalten Auftritt mittlerweile und bin zum Glück dann doch noch schneller wie sie. In meinen Augen passiert es dann, wenn sie nicht weiß wohin mit ihren Gefühlen, ganz besonders mit ihrem Zorn. Verbietet man der Räubertochter etwas oder bekommt sie ein gewähltes Zielobjekt nicht, dann wird gebettelt und je nach dem wie sehr das Zielobjekt begehrt wird, kann es hier zu einem kleinen Zornanfall kommen. Infolgedessen wird auch mal versucht zu beißen. In Mamas Bein. Weil irgendwie stehen wir immer in so Momenten stell ich grad fest. Vielleicht schafft der neu angeschaffte Lernturm ja künftig Abhilfe, damit kann sie einfach besser sehen, was ich da so mache in der Küche. Auch unser Wohnzimmer haben wir uns mittlerweile schon so gut wie zurück erobert. Laufstall gehört der Vergangenheit an und die Spielsachen haben ihren. Platz außerhalb unserer Sichtweite. Wir haben uns aber auch damit arrangiert, dass diese Wohnung noch voll im Zeichen der Räubertochter steht. Es geht darum es uns so bequem und praktisch wie möglich zu machen. Wenn wir dann nächstes Jahr in unser Haus einziehen, dann wissen wir worauf es ankommt und die Räubertochter ist auch schon wieder ein Stück weit älter. Wo wir eigentlich auch bei einem weiteren Punkt wären, der 2018 genervt hat. Die Gänge zu sämtlichen Ämtern, Notaren, Banken und Co. war sehr Energiefressend. Am Anfang ist man motiviert. Freut sich so mega auf das Haus und alles was kommt und dann wird man mit der Bürokratie überrannt, die einen zu einem neuen Studium motiviert, da man sich bei den ganzen Fachbegriffen vorkommt wie ein Neandertaler. Und durch das nix checken, zumindest nicht so richtig, muss man vertrauen. Menschen vertrauen, die eigentlich doch nur deine Kohle wollen. Da hab ich meine Schwierigkeiten damit. Ich komme aus der Werbung, ich weiß wie man Leuten Honig ums Maul schmiert. Und doch, schafft man es bei mir besonders leicht. Mein naives Grundvertrauen an das Gute im Menschen, kann mich doch auch mal täuschen. Gute Verkäufer schaffen das. WENN sie mir sympathisch sind. Ich könnte nie jemand über den Tisch ziehen, den ich sympathisch finde. Aber viele Leute können das. Leider passt das nicht in meine Weltvorstellung, selbst wenn ich es weiß will ich es nicht wirklich wahr haben. Diese Leute aber kenne ich oft nur vom Papier. Sympathie Fehlanzeige. Bleibt nur blind vertrauen oder viel recherchieren und anlesen. Hab ich auch gemacht. War anstrengend, aber befriedigend. Ich denke es passt alles so. Vor allem weil wir eine Bauförderung vom Land bekommen haben. Junge Familien werden da gefördert. Hab davon vorher noch nie gehört, nur von einer Freundin, die darüber ihr Darlehen bekommen hat. Da in dem Fall keiner Provision bekommt, hilft natürlich auch keiner. Aber wir haben es auch so geschafft. Darauf ein Schulterklopfer.

 

Da dieser Blogbeitrag eigentlich noch weitergehen sollte, ich aber nie weiter geschrieben habe, nun noch ein kurzes „Hello again“ und Good Bye  Bis zum nächsten mal 🙂

 

Eure S♥

 

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