Long time no read

Das gestrige Treffen mit zwei für mich sehr wertvollen Menschen, hat meine Aufmerksamkeit aus unerfindlichen Gründen mal wieder auf meinen kleinen, persönlichen Blog gelenkt und mich daran erinnert, dass ich vor zwei Jahren soviel Freude damit hatte, da ich nach 20 Jahren Abstinenz endlich wieder zurück zum Schreiben gefunden hatte und damit auch ein Stück weit zurück zu mir.

Einzig und allein das zu schreiben, was mich bewegte – nicht weil ich musste, nicht der Arbeit wegen, nicht weil es irgendwen interessierte.                               Nein.                                                     Nur für mich und für niemanden sonst. Aus dem einzigen Grund, dass es mir Freude bereitete, es mir Spaß brachte und für inneren Ausgleich sorgte. Und ohne es anfangs bewusst zu realisieren, half mir das Schreiben ungemein dabei mein Leben, den Weg den ich gegangen bin und  mich selbst zu reflektieren und daraus alten Schmerz zu heilen. Es tat mir gut und das war und ist mir auch bewusst.

Und dennoch stelle ich heute mit Entsetzen fest, dass nun schon knapp eineinhalb Jahre vergangen sind, seit ich hier zum letzten Mal etwas geschrieben habe. Und das im Grunde nur, weil ich mir dir Zeit nicht genommen habe. Immer war etwas anderes wichtiger und musste augenscheinlich zuerst erledigt werden.

Und jetzt frage ich mich warum das so ist und wie es dazu kommen konnte, dass ich etwas von dem ich doch ganz genau weiß wie gut es mir tut, so lange Zeit vernachlässigt habe? Vernachlässige ich dann im Grunde dann doch wieder mich?Achte ich zu wenig auf den nötigen Ausgleich der mir wissentlich gut tut, mir hilft und den ich in seiner Regelmäßigkeit auch dringend brauche?       

Oder habe ich vielleicht doch zu viele Herzensthemen und schaffe es nicht ihnen die angemessene Wichtigkeit zuzugestehen?

Und ich frage mich ebenso, ob das so ist, weil ich mich bekanntermaßen recht schnell in den Dingen verlieren kann und am Ende den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe? Ist das eine Möglichkeit weshalb ich mir keine Zeit für meine Herzensangelegenheiten nehme?

Woher kommen die vielen, vielen toDos denen mein Kopf die oberste Priorität einräumt? Und ist es vielleicht nicht viel mehr so, dass ich mir durch diese selbstauferlegte Reihenfolge die Dinge verbiete, die mir Lebensenergie geben? Mir im Endeffekt also pure Freude und den gewünschten Ausgleich unbewusst mal wieder selbst verbiete?

Und da frage ich mich am Ende woher diese inneren Prioritäten kommen? Spiegeln sie nicht vielleicht doch die Teile des Egos wieder, von denen ich dachte ich hätte sie besser im Blick?

Alte Glaubenssätze und Gedanken Was soll das bringen? Was kannst du schon? Was soll aus dir nur mal werden? Du enttäuscht uns! Warum machst du nicht mal was sinnvolles? Du kannst nichts. Du bist falsch. Du tust nie das Richtige. Schau was die anderen können und du nicht. Sei anders. Sei nicht wie du bist. So wie du bist, bist du nicht willkommen. Wenn interessieren schon deine Geschichten?

Am Ende wundere ich mich mal wieder über mich selbst.                    Bei all meinen vielen Gedanken und Erkenntnissen übersieht man oftmals das klar Offensichtliche.

Aber wir immer weiß ich ja, der erste Schritt ist die Erkenntniss. Und wenn es einmal in meinem Bewusstsein angekommen ist, wird es dies auch künftig immer wieder tun. Immer öfter und regelmäßiger. Bis es irgendwann selbstverständlich ist und man selbst wieder ein Stückchen weiter auf dem Weg zum inneren Frieden, hin zum eigenen Selbst. Davon bin ich überzeugt.

In diesem Sinne alles Liebe für Euch ♡

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