Wo bleibt nur mein Ufo?

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich als Kind immer dachte, dass mich „meine echte Familie“ schon irgendwann abholen würde, ich war mir nur nie ganz sicher, wie genau sich das dann wohl abspielen würde.                   Die möglichen Szenarien die ich in meinem Kopf durchspielte, waren natürlich deutlich meiner kindlichen Fantasie und den Büchern die ich las, geschuldet.

Da hatte ich zum Beispiel die Idee, dass ich eine verwunschene Prinzessin war. Eine andere war, dass ich nur durch Zufall auf der Erde gelandet bin und eine Dritte, die Möglichkeit, eventuell „ganz klassisch“ adoptiert worden zu sein. Alles war möglich, alles war denkbar. Und irgendwie gab es mir auch immer noch die leise Hoffnung, dass da draussen im Universum vielleicht doch irgendwo jemand war, der genauso ticken würde wie ich. Jemand der mich verstand.

Und egal für welches Szenario mein Kopf sich auch entschied, es gab eine Frage, die stand über all dem, schwirrte ständig in meinem Kopf herum:           WARUM BIN ICH HIER?        

Ich hatte keine Ahnung.               Nur das ständige Gefühl, dort wo ich war, fehl am Platz zu sein.      Nicht dazuzugehören. Egal wie sehr ich mich auch bemühte.     Das führte mit den Jahren dazu, dass ich mich anders fühlte, undefinierbar anders.

Schon als Kind flüchtete ich mich in die Welt der Geschichten sobald ich lernte zu Lesen. Ich verschlang Buch um Buch, versank in den Erzählungen und lebte zeitweise in meinen wechselnden Traumwelten.       Die ortsansässige und nur 100 Meter entfernte Bibliothek, war definitiv einer meiner Lieblingsplätze während meiner Kidheit. Es gab nie eine Zeit, in der ich keine geliehenen Bücher zuhause hatte.
Jede Geschichte lebte ich förmlich mit, nahm im Geiste die Rolle der Hauptfigur an und fühlte mit ihr. Ich träumte mich in verschiedene Welten, Leben und Charaktere. War oftmals tieftraurig, wenn ein Buch zu Ende ging und mir bewusst wurde, dass die Charaktere nie wieder Teil meines Lebens sein würden. Jede letzte Seite, war irgendwie auch ein Abschied. Da half nur, schnell ein neues Buch zu beginnen und zu hoffen, dass es mich schnell fesselte.

2 Kommentare zu „Wo bleibt nur mein Ufo?

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