Ein tieferer Blick in eine jahrtausendealte Praxis
Viele von uns sehnen sich nach Ruhe, doch kaum jemand weiß, wo sie wirklich zu finden ist. Wir suchen sie im Außen, in neuen Projekten, im Rückzug oder in der Ablenkung. Aber echte Ruhe entsteht dort, wo wir sie am seltensten suchen: in uns selbst. Meditation ist einer der ältesten Wege, dorthin zurückzufinden – und einer der wirksamsten.
🍃 Was Meditation wirklich bedeutet
Meditation ist weit mehr als stilles Sitzen oder Entspannung. Sie ist eine Einladung, dich selbst zu erfahren – jenseits von Gedanken, Rollen und Anforderungen. Es geht nicht darum, die Gedanken abzustellen, sondern darum, sie zu beobachten, ohne ihnen zu folgen. Dadurch entsteht ein innerer Raum zwischen Reiz und Reaktion. Und genau dort beginnt Bewusstsein.
Meditation bedeutet, den Moment anzunehmen, wie er ist. Manchmal ist das angenehm, manchmal unbequem. Mal fühlst du Frieden, mal Unruhe. Beides darf da sein. Denn Meditation ist kein Zustand der Perfektion, sondern des Erkennens. Sie lehrt dich, mit allem, was in dir auftaucht, präsent zu bleiben.
🌸 Aktive und passive Meditation
Viele verbinden Meditation mit stiller Passivität, doch sie kann auch aktiv sein. In der passiven Meditation sitzt oder liegst du still, richtest deine Aufmerksamkeit nach innen und beobachtest. Atem, Gedanken, Körperempfindungen, alles darf kommen und gehen. Diese Form fördert tiefe innere Ruhe und Selbstwahrnehmung.
Die aktive Meditation hingegen nutzt Bewegung, Tanz, Atem oder Klang, um den Körper zu befreien und angestaute Energie zu lösen. Bekannt wurde sie etwa durch Osho-Meditationen oder achtsame Geh- und Atempraktiken. Gerade für neurodivergente oder sehr sensible Menschen ist das oft ein leichterer Zugang, weil Bewegung den Energiefluss unterstützt und den Kopf beruhigt.
Ob still oder bewegt, entscheidend ist die Haltung: Bewusstheit, Akzeptanz und Mitgefühl. Meditation beginnt, wenn du aufhörst, dich verändern zu wollen, und stattdessen beginnst, dich wirklich wahrzunehmen.
🌾 Die Praxis: Empfindungen, Erfahrungen und Entwicklung
In der Meditation wirst du vielen Facetten deines Inneren begegnen. Manchmal spürst du Ruhe und Weite, manchmal Unruhe, Schwere oder Emotionen, die du längst vergessen glaubtest. Alles, was auftaucht, darf da sein. Dein Körper beginnt, Spannungen loszulassen, dein Geist ordnet sich, und dein Nervensystem findet Balance.
Typische Empfindungen sind Wärme, Kribbeln, innere Leichtigkeit oder auch Müdigkeit – Zeichen dafür, dass dein System loslässt. Manchmal wird der Geist lauter, bevor er still wird. Auch das ist Teil des Prozesses. Meditation ist wie das Aufräumen eines vollen Raumes: Erst wird sichtbar, was sich angesammelt hat, bevor Klarheit entsteht.
💫 Ziele und Wirkung
Das Ziel der Meditation ist kein leerer Kopf, sondern ein wacher Geist im ruhigen Körper. Du lernst, bewusster zu fühlen, klarer zu denken und gelassener zu handeln. Meditation stärkt das Selbstmitgefühl, reduziert Stresshormone, stabilisiert den Blutdruck und aktiviert die Regenerationsmechanismen deines Körpers.
Langfristig führt sie zu mehr innerer Freiheit, du reagierst nicht mehr automatisch, sondern wählst bewusst. Das verändert alles: deine Beziehungen, deinen Alltag, deine Energie. Meditation ist kein Rückzug aus dem Leben, sondern eine liebevolle Rückkehr in es hinein.
🌕 Ein Blick zurück – und nach vorn
Ihre Wurzeln hat die Meditation in alten indischen und buddhistischen Lehren. Sie wurde als Weg verstanden, das eigene Bewusstsein zu reinigen und Leid zu transformieren. Heute verbinden wir diese uralten Erkenntnisse mit moderner Psychologie, Achtsamkeitstraining und Coaching, schaffen so Brücken zwischen Tradition und Alltag.
In meinen Coachings ist Meditation ein wichtiger Bestandteil. Sie öffnet Türen zu innerer Klarheit, fördert emotionale Stabilität und hilft, das eigene Leben bewusster zu gestalten. Wenn du lernen möchtest, wie du diese Praxis in dein Leben integrieren kannst, findest du in meiner Vision Board Journey einen wunderbaren ersten Einstieg.
✨ Ausblick: Die Gunas – Energiequalitäten des Geistes
Im nächsten Teil meiner Meditations- & Achtsamkeitsserie geht es um die sogenannten Gunas, ein spannendes Konzept aus der indischen Philosophie.
„Guna“ bedeutet wörtlich „Eigenschaft“ oder „Qualität“ und beschreibt drei Grundenergien, die in uns wirken:
- Sattva steht für Klarheit, Harmonie und Bewusstsein.
- Rajas symbolisiert Aktivität, Antrieb und Veränderung.
- Tamas verkörpert Trägheit, Schwere und Unbewusstheit.
Diese Energien beeinflussen laut der oben genannten Philosophie, wie wir denken, fühlen und handeln. Zu erkennen, welche Guna gerade in uns aktiv ist, kann helfen, bewusster zu leben und Balance zu finden. Im nächsten Beitrag tauchen wir tiefer ein, um zu verstehen, wie du diese Energien in deinem Alltag wahrnehmen und lenken kannst.
🕊️ Alles beginnt mit einem Atemzug – vielleicht genau jetzt.
Wenn du spürst, dass du mehr Ruhe, Bewusstsein und Verbundenheit in dein Leben bringen möchtest, begleite ich dich gerne auf diesem Weg.
In meinen Workshops und Coachings lernst du, wie du Achtsamkeit und Meditation ganz natürlich in deinen Alltag integrieren kannst – ohne Druck, aber mit ganz viel Herz.
Schau dich gern um auf meinem Blog oder wirf einen Blick auf meine Vision Board Journey, sie ist ein wundervoller Einstieg, um Klarheit zu finden und dich deiner inneren Welt anzunähern.
Dort verbinden wir kreative Selbstreflexion mit Achtsamkeit. Du erfährst, wie du Visionen nicht nur denkst, sondern fühlst und wie du sie bewusst in dein Leben einlädst. Im begleitenden Workbook findest du hilfreiche Impulse, Atemübungen und Einstiegstipps in die Meditation für deinen Alltag.
Ich freue mich auf dich,
Fabienne
