Welcome 2025

2025 – Ich bin gespannt, wohin du mich führst

Goodbye 2024, ich werde deinen Sommer für immer im Herzen tragen. Die vielen schönen Stunden mit den vielen tollen Menschen am See haben mir deutlich gezeigt, wie leicht sich „Kinder großziehen“ mit diesem imaginären Dorf anfühlen muss. Es war wundervoll und hat das Gefühl von Freiheit und Gemeinschaft zurückgebracht. Und mir obendrein eine neue Freundin, die sich mittlerweile eher wie die Schwester anfühlt, die ich immer wollte. Mein persönliches Jahreshighlight 2024 (hierzu gibt es bald einen eigenen Eintrag, da es mir wichtig ist und ich meinen Gedanken zum Thema Freundschaften entsprechenden Raum geben möchte). Deswegen haben wir natürlich auch heute Nacht das neue Jahr gemeinsam mit unseren Männern und Kindern eingeläutet. Auch das: seit Jahren das entspannteste Silvester, und sogar MiniMe hat zum ersten Mal durchgehalten – nachdem sie heute früh ihren siebten Milchzahn verabschiedet hat.

Überhaupt ist dieses wundervolle Wesen im letzten Jahr so unglaublich gewachsen. Hat neue Freundschaften geschlossen, richtig schwimmen gelernt und zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, wie sich Abschied anfühlt. War aufgeregt vor dem Neuen, dem Unbekannten, und hat dann ebenfalls zum ersten Mal den Zauber gespürt, der einem Neubeginn innewohnt. Drei Monate später liest dieses Kind nun schon Texte und schreibt mir erste Briefe. Es ist der Wahnsinn, was diese kleinen Menschen da plötzlich an Veränderung mitmachen, wie schnell sich Synapsen verbinden und sie Neues lernen. Und nebenbei spielen plötzlich noch so viele andere Themen in ihrer kleinen Welt eine Rolle, von denen sie vorher nicht einmal ahnte, dass es sie gibt. Ich hoffe, sie lässt sich ihr Strahlen und ihre Unbeschwertheit nie nehmen. Ich wünsche mir von Herzen, dass die Meinung anderer sie nie davon abhält, so zu sein, wie sie ist – laut, liebevoll und voller Energie. Auch wenn mich das im Hier und Jetzt oftmals alle Nerven kostet und an vielen Tagen jegliche Energie raubt.

Beruflich gab es letztes Jahr wenig Veränderung bei mir, was aber daran liegt, dass ich mich auf meiner Position völlig angekommen fühle. Ich mache meinen Job wirklich gerne, und viele meiner Kollegen sind in den letzten 11 Jahren zu einer zweiten Familie geworden. Es gab und gibt keinen Grund, hieran etwas zu ändern, und es fühlt sich für mich sehr gut an, dass das so ist. Dieser Bereich meines Lebens gibt mir Stabilität, Sicherheit und gleichzeitig so viele Freiheiten, ohne mich zu langweilen. Diese Mischung ist perfekt für mein neurodivergentes Gehirn.

Dann gab es noch diesen Geburtstag, vor dem es mir allein wegen der Zahl plötzlich graute. Ich verdrängte das ganze Thema unbewusst und war sehr froh, als meine Freundin irgendwann vorschlug, die Planung für einen Mädels-Party-Abend zu übernehmen. Zwei Tage vor meinem Geburtstag haben mein Mann, meine Tochter und ich uns nach Holland verzogen, um zu dritt eine schöne Zeit zu haben und reinzufeiern. Es war insgesamt sehr schön dort, und am Tag der Tage war ich überwältigt davon, wie viele Menschen an mich gedacht haben. Und auch als wir aus Holland zurückkamen: Deko vorm Haus, ein wundervoll geschmücktes Büro und ideenreiche, von Herzen kommende Geschenke. Das war wirklich ein tolles Gefühl, so viel Wertschätzung entgegengebracht zu bekommen.

Das war dann irgendwie auch dringend nötig, denn kurz nach meinem Geburtstag stand es plötzlich nicht mehr ganz so gut um meine Gesundheit. Alle möglichen unschönen Diagnosen standen im Raum, und ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben wirklich Angst um selbiges. In Gedanken malte ich mir aus, wie furchtbar es sein würde, meine Tochter nicht aufwachsen zu sehen. Und ja, das war das Allerschlimmste daran. Dieser Gedanke hat mich zeitweise fast um den Verstand gebracht. Dabei so zu tun, als hätte man alles im Griff, obwohl man am liebsten heulend im Arm der eigenen Mama liegen würde. Doch weder hatte ich alles im Griff, noch die Möglichkeit, mich in Mamas Arm auszuheulen. Was bleibt? Durchhalten und hoffen, dass am Ende alles gut wird. Und das wurde es nach einigen Monaten auch wieder – mein Glück. In Mamas Arm wäre ich trotzdem gerne gewesen, und leicht war es auch nicht. Durchhalten sieht von außen so wahnsinnig stark aus, doch im Grunde hält man den Kopf meistens gerade so über Wasser – für mehr reicht die Kraft nicht.

Auch persönliche Themen sind nicht so gelaufen wie erhofft. Alte Gefühle und Muster sind aufgepoppt und erinnern mich schmerzlich daran, dass ich vieles nicht beeinflussen kann, auch wenn ich es mir sehr wünsche. Und dass die Flucht in Tagträumereien zwar den Moment leichter macht, jedoch weder meine Probleme löst noch mich langfristig zufrieden macht – eher lethargisch und depressiv. Und auch wenn ich weiß, dass sich die Dinge nicht ändern, wenn ich es nicht tue, ist 2024 nun vorüber, und ich trete gefühlt bei manchen Themen auf der Stelle. Konnte sie weder annehmen, noch habe ich mich dagegen entschieden. Fühle mich gefangen zwischen Pros und Contras. Zwischen Herz und Vernunft. Zwischen meinem Innen und dem Außen – in einem nicht existierenden Raum, hier und doch weit weg. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit, wobei mir nicht einmal der Wunsch ganz klar ist.

Dadurch sind aber zumindest meine Ziele für 2025 klarer geworden:

  • Mir bewusst werden, was ich will, und dafür einstehen – mit allen möglichen Konsequenzen.
  • Grenzen setzen und selbst danach handeln.
  • Besser auf mich und meine Bedürfnisse achten.
  • Meine Gesundheit und meinen Körper wertschätzen und aktiv etwas dafür tun.
  • Weiter an meinen Kindheitsthemen arbeiten, um meine Traumata nicht weiter zu geben.
  • Schreiben. Und zwar regelmäßig. Nichts hilft mir besser, um Klarheit in meine Gedankenflut zu bringen. Hier muss ich mich zur Priorität machen.
  • Leben, lieben, wachsen, fühlen, erleben und mich an den kleinen Dingen erfreuen.

Ich glaube daran, dass 2025 die Veränderung bereithält, die ich brauche. Schauen wir mal, was passiert.

Wie war dein Jahr? Hast du Vorsätze oder Ziele für das Neue? Ich würde mich freuen, wenn du deine Gedanken mit mir teilst!

Fang den neuen Tag und das neue Jahr gut an – das Leben wird, was wir daraus machen.

Bis ganz bald.


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