Woman on Fire – Warum uns Zykluswissen in den Wechseljahren befreien kann

Woman on Fire“ von Dr. med. Sheila de Liz räumt mit Mythen über Wechseljahre auf. Mein Blogpost zeigt, wie Zyklus- und Mond-Wissen Frauen empowert – mit Fakten, Tipps & Übungen.

Wir Frauen sind zyklische Wesen – und doch bekommen viele von uns kaum belastbares Wissen über Perimenopause, Menopause und den eigenen Körper. Dieses Wissensloch hat System: weibliche Körperthemen wurden lange marginalisiert. „Woman on Fire“ von Dr. med. Sheila de Liz setzt genau hier an und räumt auf – klar, nahbar und empowernd. Das Buch erschien 2020 bei Rowohlt Polaris (288 Seiten) und ist inzwischen ein Bestseller. Rowohlt VerlagAmazon


Worum es im Buch geht – die Kernbotschaft

De Liz zeigt: Unser Bild von Perimenopause & Wechseljahren ist veraltet. Beschwerden sind real (z. B. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme), aber wir müssen nicht „da durch“. Wenn Symptome richtig eingeordnet werden, gibt es wirksame Wege – medizinisch und alltagspraktisch. Rowohlt Verlag

Sie betont außerdem, dass erste Veränderungen oft früher beginnen, teils schon Ende 30/Anfang 40 (z. B. schlechterer Schlaf, reizbar, Zyklus wird unregelmäßiger) – also lange, bevor die Blutung endgültig ausbleibt. Deutschlandfunk Kultur


Was ich persönlich mitnehme

Für mich ist „Woman on Fire“ unheimlich wertvoll. Jede Frau sollte es gelesen haben – nicht erst in den Wechseljahren. Viele meiner Freundinnen sagen mir: „Darüber hat nie jemand mit uns gesprochen.“ Und das spüren wir überall – von Zyklusfragen bis Themen wie Endometriose, über die noch immer zu wenig aufgeklärt wird. Für fundierte Infos und Anlaufstellen empfehle ich: Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. endometriose-vereinigung.de


Wichtige Inhalte & Fakten aus dem Buch (und was die Forschung sagt)

1) Perimenopause verstehen
Perimenopause = Übergangsphase, in der Östrogen/Progesteron schwanken und nachlassen. Typisch: Zyklusverschiebungen, Schlafprobleme, Hitzewallungen, Konzentrations-/Stimmungsschwankungen. De Liz plädiert dafür, Symptome ernst zu nehmen und medizinisch sauber einzuordnen. Deutschlandfunk Kultur

2) Hormontherapie differenziert betrachten
De Liz diskutiert moderne (human-/bio-identische) Hormontherapien und unterschiedliche Applikationsformen (z. B. transdermal), immer individuell abgewogen. Das deckt sich mit Fachgesellschaften: Die Menopause Society (NAMS) bewertet Hormontherapie als wirksamste Behandlung für vasomotorische Symptome (z. B. Hitzewallungen) und das genitourinäre Syndrom; Nutzen/Risiken hängen u. a. von Präparat, Dosis, Route, Startzeitpunkt und Dauer ab – Therapie sollte individualisiert erfolgen. Lippincott

3) Leitlinien in Deutschland
Die S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause (DGGG/OEGGG) liefert die ärztliche Grundlage in Deutschland/Österreich – inkl. evidenzbasierter Empfehlungen zu Diagnostik, Nutzen/Risiken von Hormontherapie sowie Alternativen. Für die Beratung ist die klinische Gesamtschau entscheidend. AWMFPMC

4) Mehr als „nur Hormone“
De Liz greift Alltagshebel auf: Schlafhygiene, Stressregulation, Bewegung (insb. Krafttraining gegen Muskelschwäche/Knochendichteverlust), Ernährung, Haut- & Vaginalgesundheit (z. B. lokale Östrogene bei Scheidentrockenheit/Inkontinenz – ein Bereich, den NAMS ebenfalls adressiert). The Menopause Society

Mein Fazit: Das Buch entstigmatisiert, erklärt in klarer Sprache und macht Mut, aktive Entscheidungen zu treffen – statt Beschwerden wegzustecken.


Zykluswissen in meiner Beratung – und der Blick auf Natur & Kosmos

In meinem Coaching verbinde ich fachlich fundierte Aufklärung mit einem ganzheitlichen Blick: Unser Zyklus ist eingebettet in Rhythmen der Natur.

  • Mondphasen (Neumond → Vollmond → Neumond, ca. 29,5 Tage) bieten einen hilfreichen Rahmen für Reflexion und Fokussierung. NASA Science
  • Die Gezeiten werden wesentlich durch die Gravitation des Mondes geprägt – starkes Sinnbild für zyklische Kräfte. NASA Sciencescijinks.gov
  • Jahreszeiten-Metapher: Frühling (Follikelphase), Sommer (Eisprung), Herbst (Lutealphase), Winter (Menstruation) – als Sprache für Bedürfnisse und Energie.

Wichtig: Mond-Routinen sind kein medizinischer Anspruch, sondern ein bewusstes Ritual, um Selbstwahrnehmung & Selbstfürsorge zu stärken.


Übungen: Zykluswissen sofort nutzen

1) Zyklus-Tagebuch (5 Min/Tag)
Notiere täglich: Energie (0–10), Stimmung, Schlaf, besondere Symptome, Bewegung, soziale Aktivitäten. Nach 2–3 Zyklen erkennst du Muster – ideal für Termin- und Aufgabenplanung (z. B. kreative Arbeit in „Sommer“, Fokus/Orga im „Herbst“).

2) Mond-Mapping (1×/Woche)
Trage Mondphase + eigenes Befinden in den Kalender ein. Viele Frauen erleben mehr Einkehr zum Neumond und Strahlkraft/Sozialität zum Vollmond. Nutze Neumond für Journaling/Intentionen, Vollmond für Sichtbarkeit/Netzwerken.

3) „Saisonale“ Selbstfürsorge

  • Frühling (Follikel): Neues starten, leichte Cardio, Brainstorming.
  • Sommer (Eisprung): Pitches, Gespräche, Community-Aktionen.
  • Herbst (Luteal): Priorisieren, To-dos abschließen, sanftes Krafttraining.
  • Winter (Menstruation): Rückzug, Wärme, Schlaf priorisieren.

Nützliche Links & Ressourcen


Und du?

Wie erlebst du die Perimenopause oder Wechseljahre? Welche Fragen hast du – oder welche Mythen möchtest du endlich loswerden? Teile es doch in den Kommentaren.



2 Gedanken zu “Woman on Fire – Warum uns Zykluswissen in den Wechseljahren befreien kann

  1. Ich war 43, als mein Körper sich zurückzog.

    Neun Kilo verlor ich in wenigen Wochen. Ich konnte kaum noch essen – mir war einfach ständig übel. Tag und Nacht. Ich schlief nicht mehr. Ich schwitzte so heftig, dass ich manchmal stündlich das Nachthemd wechselte. Mein Kreislauf fuhr Achterbahn. Ich fühlte mich wie ausgehöhlt – körperlich und seelisch. Aber niemand fand etwas. Keine Diagnose passte.

    Was niemand sehen wollte: Dass es die Hormone waren.

    Erst durch „Woman on Fire“ habe ich verstanden, was da eigentlich in mir passiert. Ich weiß noch genau, wie ich es gelesen habe – mit klopfendem Herzen. Weil da endlich Worte waren. Und Antworten. Und das Gefühl: Ich bin nicht verrückt. Ich bin nicht allein.

    Heute geht es mir besser. Ich kann wieder schlafen. Ich habe wieder Appetit. Ich nehme langsam wieder zu. Ich schwitze kaum noch. Ich spüre mich wieder.

    Dieses Buch war für mich kein Ratgeber – es war ein Rettungsanker. Und ich bin so dankbar, dass ich es zur richtigen Zeit in den Händen hielt. Nicht allein, sondern mit jemandem an meiner Seite, die genau gespürt hat, was ich gerade brauche. Ohne Druck. Ohne Urteil. Einfach da.

    Danke, liebe Fabienne, dass du genau diesen Raum öffnest. Dass du mit Wissen, Klarheit und Herz aufzeigst, was so vielen von uns fehlt.

    Ich wünsche mir, dass jede Frau in dieser Lebensphase so gesehen, begleitet und gestärkt wird – wie ich.

    Denn dann beginnt ausgerechnet in der größten Krise oft das, was wir lange nicht für möglich gehalten hätten:

    Rückverbindung. Klarheit. Und leises Aufblühen.

    – Bianca

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