Etwas spät im Monat, aber die Idee war eigentlich sofort beim Lesen der Wörter geboren, die Umsetzung von Hirn auf Blatt/PD hat leider etwas länger gedauert. Hier geht es nun aber noch zu Christianes Schreibeinladung für die Oktober Etüden und die Wortspende kommt dieses Mal vom Etüdenerfinder selbst, Ludwig Zeidler.
Es sind die vielversprechenden Worte: Gastrogauner, psychedelisch & bersten, die mich dazu animiert haben, wieder eine Etüde zu verfassen.
Die Etüden-Regeln sind wie gehabt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörter verpacken, Thema egal.
Los geht’s, viel Spaß beim Lesen.
Psychedelic Night Out
Jen kam beim Versuch die von Menschen verstopfte, enge Steintreppe hinunter zu gelangen nur langsam voran, doch sie spürte bereits, wie der Bass hämmerte. Es kribbelte in ihrem ganzen Körper, ihre Hände waren schwitzig, das Herz pochte ein wenig schneller als normal. Sie war nervös aber auch voller Vorfreude. Sie kannte dieses Gefühl und sie wusste, was sie heute Abend erwarten würde und sie hatte einen Plan.
Mit jeder Stufe tiefer nach unten, wurde es dunkler, stickiger und fast schon tropisch warm. Ein Zeichen dafür, dass der Club auch heute wieder zum Bersten gefüllt war.
Die Lautstärke der wummernden Beats nahm mit jedem ihrer Schritte zu, ihre Laune tat dies ebenso. Jen spürte bereits, wie die Wirkung der kleinen Pille, die sich in ihrem Körper und ihrem Bewusstsein langsam aber spürbar entfaltete. Nicht mehr lange und sie würde dieses psychedelische High erreichen, welches sie zur Königin der Nacht machen würde. Unerschrocken, aufreizend und voller Energie. Vor ihrem inneren Auge sah sie sich bereits tanzen, umzingelt von gierigen Blicken, die nur darauf warteten, dass sie sie ebenfalls wahrnahm.
Doch im seltensten Fall tat sie das. Sie war nicht wegen ihnen hier. Sie wollte tanzen, frei sein, abtauchen in der Nacht, ohne dabei an morgen zu denken.
Der Einzige der es vielleicht ab und an mal in das Feld ihrer Aufmerksamkeit schaffte war Mike. Er arbeitete seit Jahren hinter der Bar und wusste um seine Wirkung bei Frauen. Und er wusste ebenfalls, wie er sie um seine Finger wickeln konnte.
Das hatte ihm bei Jen den Spitznamen „Gastrogauner“ eingebracht, auch wenn er bei ihr bisher nie landen konnte, versucht hatte er es des Öfteren.
Aber heute war ein besonderer Tag, ihr Geburtstag. Und sie hatte definitiv Lust diesen heute Nacht mit ihrem Gastrogauner zu verbringen…

Na dann … herzlichen Glückwunsch, Jen, und eine schöne Nacht, was auch immer du vorhast und was sich ergibt! 😉
Danke, dass du wieder mitgeschrieben hast. Gerne gelesen!
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